In einem Garten steht ein Apfelbaum.

Ein starker Ast reicht über den Zaun zum Weg.

Dicht an dicht leuchten rote Äpfel. Sie sind glatt, fest, voller Saft. Manche schmecken säuerlich, andere süss von der warmen Mittagssonne.

«Was für ein Baum.» Eine alte Frau bleibt stehen, stützt sich auf ihren Stock und greift nach einem Apfel. Ein kurzes Drehen. Der Stiel gibt nach. Den Weg zum Laden spart sie sich heute.

Ein Grossvater füllt sich die Jackentaschen. Am Sonntag riecht seine Küche nach Butter, Zimt und gebackenen Äpfeln.

Die Briefträgerin bückt sich nach einem Apfel im Gras. Sie reibt ihn kurz am Ärmel blank, steckt ihn ein.

Im Frühjahr schneidet der Besitzer den Baum. Den starken Ast über dem Zaun lässt er stehen.

Der Baum wächst und blüht.
Die Äpfel werden
rot. Prall. Schwer. Süss.

Sie fallen weit vom Stamm.

Leute bleiben stehen. Pflücken. Heben auf.

Bald steht ein Korb mit Fallobst am Weg.

Das Enkelkind des Grossvaters schaut vorbei und sucht sich Äpfel aus.

Rote Backen.
Sommersprossen.

Wenig später strömt wieder warmer Duft aus dem Küchenfenster.
Apfelkrapfen? Kuchen?

Dann kommt eine Frau von zwei Strassen weiter.  
In der Rechten eine Säge.
Auf Höhe des Zauns setzt sie an.
Sie sägt.
Zurecht.

Der Ast fällt.

Fertig.